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Medienmitteilung 5. Juli 2002: Wettbewerb für Landwirtschaftsschulen
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Wie sieht die Landwirtschaft in 25 Jahren aus?
Junge Bauern blicken zuversichtlich in die Zukunft
Die Visionen von jungen Bauern für die Landwirtschaft von morgen sind geprägt von Zuversicht, Optimismus, Phantasie und Begeisterung für neue Technologien: Dies zeigen die eingereichten Projekte eines Wettbewerbs im Vorfeld der Expoagricole für Schülerinnen und Schüler der Schweizer Landwirtschaftsschulen zum Thema "Wie wird die Landwirtschaft der Schweiz in 25 Jahren aussehen?". Wichtigstes Kriterium für die Auswahl der fünf prämierten Projekte des von Syngenta gesponserten Wettbewerbs war die Originalität.
Bern/Murten. Insgesamt machten sich rund 150 Schülerinnen und Schüler aus acht Schulen Gedanken über die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft und reichten 40 Projekte, Skizzen, Ideen und Präsentationen ein. Die Formen der eingereichten Wettbewerbsbeiträge waren äusserst vielfältig, von Schüleraufsätzen bis zu Multimedia-Präsentationen. Zwei grosse Landschaftsmodelle zeigten Landwirtschaftliche Betriebe mit Gebäuden, Kühen und Traktoren, beide nach Berg- und Talbetrieben differenziert. Eingereicht wurden zudem mehrere Hörspiele und ein Video, das einen Besuch auf einem Bauernhof in 25 Jahren vorstellte.
Die meisten Beiträge strahlten Zuversicht für die Schweizer Landwirtschaft aus, auch wenn sich die Teilnehmer der Schwierigkeiten bewusst waren, welche sich aus verminderten Subventionen, Ende der Kontingentierungen und vermehrter Konkurrenz durch Importe ergeben. Antworten auf die neuen Herausforderungen waren etwa vermehrte Direktvermarktung, Betriebszusammenlegungen und Agrotourismus. Sehr viele Schülerinnen und Schüler zeigten sich fasziniert von neuen Technologien, insbesondere von ferngesteuerten Traktoren mit Satellitennavigation, Melkrobotern und dem vermehrten Einsatz der Informatik.
Auch einige phantasievolle Einfälle wurden eingereicht, so etwa die Züchtung eines Strauches, an dem Müesliriegel wachsen, die im Export reissenden Absatz finden werden. Es gab auch den Vorschlag, im Berner Oberland in Gewächshäusern Bananen zu produzieren oder mit Hilfe von Biotechnologie bestimmte Gene aus Murmeltieren in Rinder zu übertragen, damit diese einen langen Winterschlaf machen und nicht so viel Heu fressen.
Den ersten Preis erhielten zwei Schüler vom Inforama Schwand bei Münsingen (BE). Sie zeigten in einer Multimedia-Show, wie sich die Landwirtschaft in 25 Jahren zu immer grösseren Betrieben mit mehr Mechanisierung entwickelt. Die Zukunftsvision sieht für die Schweiz rund 10 Produktions- und Absatzregionen als konkurrenzfähige Antwort auf Importe aus dem Ausland.
Der zweite Preis ging an eine Gruppe der Landwirtschaftlichen Schule Hohenrain (LU), die in einer Power-Point-Präsentation aufgrund von Zahlenmaterial die heutige Landwirtschaft analysierten und eine Weiterführung in eine ähnliche Richtung erwarteten. Die Schüler der Arbeiten in den Rängen 3 und 5 kamen vom Inforama Rütti aus Zollikofen (BE) und sind imposante Raumstrukturen, mit denen die Ideenvielfalt und die Visionen aufgezeigt werden. Der vierte Preis wurde für zehn Zeitungsartikel vergeben, die von verschiedenen Standpunkten aus die Zukunft der Landwirtschaft aufzeigen. Diese Artikel wurden am Landwirtschaftlichen Bildungs- und Beratungszentrum Schüpfheim-Willisau (LU) geschrieben und in der Lokalpresse veröffentlicht.
Die Jury hatte aus 40 eingereichten Projekten die originellsten Ideen und Präsentationen auszuwählen. Die Preissumme bei dem von der Syngenta AG, Basel, gesponserten Wettbewerb betrug für die prämierten fünf Eingaben insgesamt 8'000.- Franken. Die Jury setzte sich wie folgt zusammen:
- Prof. Richard Braun, BIOLINK, Koordinator
- Prof. Ralf Hütter, ETHZ
- Prof. Peter Rieder, ETHZ
- Frau Danielle Gagnaux, Direktorin Forschungsanstalt Posieux
- Dr. Paul Steffen, Direktor der Forschungsanstalt Reckenholz
- Joseph Leu, Nationalrat und Landwirt
Die Preisverleihung für die fünf prämierten Wettbewerbsprojekte erfolgt im Rahmen der Ausstellung "Pflanzenforschung erleben!" vom 23.-25. Juli 2002 an der Expoagricole in Murten. Die Objekte und Präsentationen der prämierten Projekte sollen an der Ausstellung in Murten vorgestellt werden.