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2003-09-18 16:54:18
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Medienmitteilung 07. Mai 2003: InterNutrition bedauert Annahme des Gentechnik-Moratoriums in der Agrarpolitik 2007

Zürich, 7. Mai 2003. Der Schweizerische Arbeitskreis für Forschung und Ernährung InterNutrition bedauert die heutige, äusserst knappe Annahme eines fünfjährigen Moratoriums für die Gentechnik in der Landwirtschaft durch den Nationalrat. Der Entscheid im Rahmen der Debatte über die Agrarpolitik 2007 ist eine unnötige politische Zwängerei und steht im Widerspruch zum frisch vom Parlament verabschiedeten Gentechnik-Gesetz, welches ein strenges und taugliches Instrument ist um den verantwortungsvollen Umgang mit der Gentechnologie in der Landwirtschaft zu regulieren.

Der Nationalrat hat sich statt für eine zukunftgerichtete Landwirtschaft für eine isolationistische Gentech-Frei-Insel entschieden. Das zeitlich befristete generelle Verbot für die Gentechnik in der Landwirtschaft verstösst gegen die Grundregeln der Welthandelsorganisation WTO und ist auch nicht europakompatibel. Ein derartiges Moratorium ist rückwärtsgerichtet und nimmt unserer Landwirtschaft eine zukunftgerichtete Handlungsfreiheit weg. Es würde eine Bevormundung für Bauern entstehen, die offen sind für Weiterentwicklungen in der Landwirtschaft. Gleichzeitig setzt es ein falsches Signal für die Forschung auf diesem Gebiet und steht damit im Widerspruch zum gestrigen Bekenntnis des Nationalrates zum Forschungsplatz Schweiz. Ein befristetes Gentech-Moratorium in der Landwirtschaft ist zudem Augenwischerei gegenüber den Verbrauchern, da es keinesfalls die Freiheit des Schweizer Marktes von GVO-Lebensmitteln sicherstellen kann, welche weiterhin importiert werden können.

In der Differenzbereinigung zur Agrarpolitik 2007 liegt es nun am Ständerat, den Kurswechsel des Nationalrats wieder rückgängig zu machen und die Agrarpolitik nach dem Willen von Bundesrat und Stimmvolk in Übereinstimmung mit dem Gentechnik-Gesetz nach dem Motto "Verbote Nein, Regelung Ja" auszurichten und das Moratorium wieder aus der Vorlage herauszustreichen.


Für weitere Auskünfte:
Dr. Jan Lucht
Tel: (+41) 043-255 20 60, Fax: (+41) 043-255 20 61

Tagung: GVO-Futter


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