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Cartagena-Protokoll - Ratifizierung durch die Schweiz
Das Cartagena-Protokoll über Biosicherheit hat denselben Stellenwert wie andere bestehende internationale Abkommen und befasst sich mit potenziellen Auswirkungen der Verwendung von genetisch modifizierten Organismen auf die Umwelt. Das Protokoll ist ein neues rechtliches Instrument, das die Verbringung von lebenden modifizierten Organismen von einem Land in ein anderes regelt. Die schweizerische Bundesversammlung hat der Ratifizierung des Protokolls zugestimmt und damit den Weg für die Ratifizierung durch den Bundesrat frei gemacht. Die Ratifizierung des Protokolls erfordert keine Änderung der bestehenden Gesetzgebung.
Quelle: http://www.parlament.ch/ab/frameset/d/s/4611/44734/d_s_4611_44734_44821.htm
Cartagena-Protokoll - Europäische Union
Unter den EU-Mitgliedsstaaten gibt es einen starken Willen zur Ratifizierung des Cartagena-Protokolls über Biosicherheit. Laut der von der EU-Kommission vorgelegten Analyse dürfte die Umsetzung des Protokolls innerhalb der EU unproblematisch sein und keine weiteren Kosten verursachen als diejenigen, welche durch die bestehende Gesetzgebung innerhalb der Union ohnehin bereits entstehen. Es wird allerdings eine neue EU-Verordnung erforderlich sein, um rechtliche Klarheit zu schaffen und um auf horizontale Aspekte einzugehen, wie etwa die Rollenverteilung zwischen der EU und ihren Mitgliedsstaaten im Hinblick auf die Mitteilungspflicht.
Quelle: http://europa.eu.int/eur-lex/en/com/pdf/2002/en_502PC0085.pdf
Textentwürfe für den Codex Alimentarius - Lebensmittelsicherheit
Zum Abschluss ihrer jüngsten Sitzung vom 4.-8. März 2002 hat die Intergovernmental Task Force on Foods Derived from Biotechnology der Codex-Kommission zwei Textentwürfe zur Risikoanalyse für Lebensmittel, die mit moderner Biotechnologie gewonnen werden, und zur Sicherheitseinschätzung von Pflanzen aus rekombinanter DNA angenommen. Die Codex-Alimentarius-Kommission ist ein Normungsgremium, das beim Schutz der Gesundheit von Verbrauchern eng mit anderen internationalen Organisationen zusammenarbeitet, wie etwa mit der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation (FAO) und der Weltgesundheitsorganisation (WHO).
Quelle: http://www.codexalimentarius.net/Default.htm
Transgene Baumwolle: Boden und Bt - Ökosystem
In einer vor kurzer Zeit veröffentlichten Studie haben Wissenschaftler Bodenproben auf Restkonzentrationen des Proteins Cry1Ac auf Feldern untersucht, auf denen in 3 bis 6 aufeinander folgenden Jahren Bt-Baumwolle (Bollgard) angebaut wurde. Sie stellten fest, dass die Menge des insektizid wirkenden Proteins im Boden aus dem wiederholten Anbau von transgener Baumwolle extrem gering war und unter der erkennbaren biologischen Aktivität lag.
Quelle: Environmental Ecology (2002) 31: 30-26.