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Cartagena Protokoll

2003-10-17 18:04:46
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Biosafety Montreal

Abschluss der Verhandlungen über das "Protokoll über die biologische Sicherheit" am 29. Januar 2000 in Montreal

Nach fast 4 Jahren der Kontroversen und des gegenseitigen Misstrauens aller um den Verhandlungstisch versammelten Gruppierungen war es in der Tat nicht einfach gewesen, am 29. Januar in Montreal dann doch ein "Protokoll über die biologische Sicherheit" zu verabschieden. Das Debakel von Carthagena im vergangenen Jahr trug noch weiter zur Belastung der Verhandlungsführenden bei und führte dazu, dass Länder zu Schlüsselelementen der Vereinbarung anscheinend miteinander unvereinbare Positionen bezogen.

Drei Faktoren waren grundsätzlich für das letztendlich erreichte Resultat verantwortlich:

  • Die generelle Anerkennung der Tatsache, dass es sich die "Konvention über Biologische Vielfalt" (auch Biodiversitätskonvention) nicht leisten konnte, bereits bei ihrem ersten grossen Projekt einer Umsetzung zu versagen.

  • Die bemerkenswerten Anstrengungen des Vorsitzenden der Konferenz, des Umweltministers der Republik Kolumbien, Herrn Mayr.

  • Das von der Schweizer Delegation unter Leitung von Botschafter Nobs gezeigte Verhandlungsgeschick und die von ihnen übernommene Vermittlerrolle.

Bei diesen Verhandlung kam der Schweiz als Führerin der "Gruppe kompromissbereiter Länder" (einschliesslich Mexiko, Japan, Norwegen und Südkorea) eine ausschlaggebende Rolle zu. Es waren jedoch insbesondere die von Botschafter Nobs und Herrn Pythoud (BUWAL) gezeigten diplomatischen Fähigkeiten, die in der Lage waren, den am Verhandlungstisch nur in äussert begrenztem Umfang vorhandenen guten Willen letztendlich in eine tragfähige Vereinbarung umzusetzen. Botschafter Nobs und Herr Pythoud fungierten jeweils als Vorsitzender einer der 3 Arbeitsgruppen zu den am stärksten ausschlaggebenden Meinungsverschiedenheiten und führten Kompromisse herbei, bei denen sich die gegnerischen Parteien jeweils als Gewinner einschätzen konnten.

Novartis Seeds / A. Einsele 7.2.2000

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