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2002-07-03 00:00:00
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Situation in den USA

Grafik (pdf), Aktuell: Point09 September 2001

In den Vereinigten Staaten befinden sich gentechnisch veränderte Pflanzen seit 1996 im kommerziellen Anbau. Zwei im Sommer 1999 veröffentlichte Studien1 beleuchten hauptsächlich die wirtschaftlichen Auswirkungen des Einsatzes von herbizid- und insektentoleranten Kulturpflanzen. Die Interpretation der Ergebnisse ist nicht leicht und lässt kein pauschale Wertung der Biotechnologie in der Pflanzenzüchtung zu. Folgende klare Aussagen können den beiden Berichten allerdings entnommen werden:

  • Die Anbauflächen für gentechnisch veränderte Pflanzen haben massiv zugenommen, insbesondere von herbizidtoleranten Sojabohnen (RRS) und insektentoleranten Maissorten (Bt-Mais).
    Tabelle: Anbauflächen gentechnisch veränderter Pflanzen in den USA in den Jahren 1996 bis 1998 (in % der gesamten Anbaufläche der jeweiligen Kultur)
    Kultur 1996 1997 1998
    RRS 7% 17 % 45 %(= ca. 13 Mio. ha)
    BT-Mais 1% 7% 19 %(= ca. 5.8 Mio. ha)
    Quelle: Economic Research Service des USDA, vereinfacht und ergänzt

  • Der Einsatz von Bt-Mais führte in den Jahren 1997 und 1998 zu einem signifikanten Ertragszuwachs. Laut der Studie von Gianessi und Carpenter entspricht der dank Bt-Mais in den Jahren 1997 und 1998 im amerikanischen "corn belt" nicht an den Maiszünsler verlorene Maisertrag einer Anbaufläche von schätzungsweise 150'000 ha.

  • Der Einsatz von RRS führte je nach Region zu einer bis zu 50%-igen Reduktion des Spritzmitteleinsatzes.

  • 1997 hat sich der Einsatz von BT-Mais für die Landwirte auch finanziell ausbezahlt. 1998 mussten hingegen Einbussen in Kauf genommen werden, da der Maiszünslerbefall in diesem Jahr extrem niedrig war. Der Landwirt wählt die Option "BT-Mais" quasi als Versicherung, da das Ausmass des Maiszünslerbefalls in Frühjahr bei der Maissaat nicht vorausgesagt werden kann.

1Gianessi und Carpenter, National Center for Food and Agricultural Policy; Economic Research Service des USDA
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