Zugelassene gentechnisch veränderte Lebensmittel und Futtermittel: Die Bundesämter für Gesundheit (BAG) und für Landwirtschaft (BLW) haben am 20. Dezember 1996 der amerikanischen Firma Monsanto die Bewilligung erteilt, ihre gentechnisch veränderte, gegen das Herbizid Roundup tolerante Sojabohne mit dem Handelsnamen Roundup-Ready-Soybean als Lebens- und als Futtermittel in die Schweiz einzuführen und zu vermarkten. Für die Aussaat wurde kein Gesuch gestellt. Beschwerden gegen die Zulassung der RR-Soja als Futter- bzw. Lebensmittel wurden von den zuständigen Behörden abgelehnt.
Die insektentoleranten Maissorten Bt176 (Maximizer) und Bt11 der Firma Novartis wurden am 6. Januar respektive 14. Oktober 1998 für den Import als Lebens- und Futtermittel bewilligt. Im Gegensatz zu Bt176 enthält Bt11 kein Antibiotika-Resistenzgen und verfügt über einen erhöhten Schutz gegen den Frass des Maiszünslers.
Am 27. Juli 2000 wurde eine weitere insektentolerante Maissorte, MON810 (Maizegard) der Firma Monsanto für den Import zugelassen. MON810 enthält ebenfalls keine Antibiotika-Resistenzgene.
Zugelassene Verarbeitungshilfsstoffe, die in gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt werden: Das BAG hat seit 1988 drei Chymosine (Lab) der Firmen Gist-Brocades (Niederlande), Pfizer (USA), Genencor (USA) und Christian Hansens (Dänemark) für die Käseherstellung zugelassen, die in gentechnisch veränderten Mikroorganismen (Hefe, Bakterium, Schimmelpilz) hergestellt werden. Ihre Handelsnamen sind Maxiren, Chymax und Chymogen. Die Schweizer Käseunion hat mit ihren Mitgliedsunternehmen vereinbart, auf die Verwendung von gentechnisch hergestelltem Chymosin zur Käseherstellung aus Angst vor einem Image- und Absatzverlust des Schweizer Käses als natürliches Milchprodukt zu verzichten. Für das Labenzym Maxiren der Firma Gist-Brocades und Chymax, welches neu von der Firma Christian Hansen hergestellt wird, wurde 1998 beim BAG eine Bewilligungserneuerung eingereicht. Chymogen hingegen wird nicht mehr hergestellt.
Zugelassene Lebensmittelzutaten und Zusatzstoffe, die in gentechnisch veränderten Mikroorganismen herstellt werden: Das BAG hat am 20. Dezember 1996 eine Bewilligung für das von der französischen Firma Rhône-Poulenc Rorer produzierte und von Hoffmann-La Roche in der Schweiz vertriebene, aus gentechnisch optimierten Bakterien gewonnene Vitamin B12 erteilt.
Hängige Gesuche: Beim BAG sind weitere Gesuche hängig.