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Pflanzliche und tierische Nahrungsmittel enthalten von Natur aus Erbsubstanz (DNA) in unterschiedlichen Mengen. Währenddem die DNA vor dem Konsum des Nahrungsmittels als genetischer Informationsträger dient, ist sie für den essenden Menschen und das fressende Tier ein Nährstoff wie die anderen Inhaltsstoffe der Nahrung und des Futters auch. Vielleicht beissen Sie gerade in den Pausenapfel, während Sie diese Zeilen lesen. Neben viel Wasser, Säuren und Zucker nehmen Sie damit auch einen Inhaltsstoff zu sich, an den Sie vielleicht spontan nicht denken: die Erbsubstanz des Apfels, die DNA. Ein Rindssteak von 200 Gramm enthält etwa ein Zehntel Gramm DNA. Tierische Organe - insbesondere Innereien - enthalten in der Regel mehr DNA als Nahrungsmittel pflanzlichen Ursprungs. Die pflanzlichen Speicherorgane (z.B. Mehlkörper der Getreidekörner) enthalten relativ wenig DNA, Frischgemüse und Früchte hingegen vergleichsweise viel. Kristalliner Zucker, pflanzliche Öle oder filtrierte Säfte enthalten sehr wenig oder keine DNA, denn bereits Allerdings führt ddie Verarbeitung des Rohmaterials führt häufig zum Abbau der DNA, bevor wir mit Essen beginnen. Kristalliner Zucker, pflanzliche Öle oder filtrierte Säfte ent DSomit hängt die tägliche Aufnahme von DNA mit der Nahrung hängt folglich von deren Zusammensetzung und Verarbeitung ab und schwankt zwischen 0.1 und 1 g pro Person und Tag. Übrigens: eine Kuh auf der Weide frisst etwa 5 g DNA pro Tag.
Unverarbeitete Lebensmittel bestehen aus Zellen. In jeder Zelle befindet sich ein in Chromosomen verpackter DNA-Strang, der einen bis mehrere Meter lang sein kann! Durch Erhitzen auf über 70 Grad wird der Strang in kleinste Bruchstücke gespalten. So ist beispielsweise bei der Zubereitung einer Polenta nach 10 Minuten Kochen keine DNA von Mais mehr nachweisbar (zur Nachweismethode: siehe Kasten). Auch durch gewisse Konservierungsmethoden, beispielsweise bei der Herstellung von Sauerkraut, wird die DNA fast vollständig gespalten. Ob ein gewisser Abschnitt des DNA-Stranges in unseren Lebensmitteln vorhanden ist oder nicht, wird mit Hilfe der sogenannten Polymerasen-Kettenreaktion, kurz PCR, nachgewiesen. Diese hochempfindliche Technik erlaubt, innert weniger Stunden aus einem einzigen DNA-Molekül mehrere Millionen herzustellen und sie damit für den Analytiker sichtbar zu machen. Mit PCR kann das allmähliche Verschwinden der langen DNA Stränge beispielsweise während des Kochens von Lebensmitteln verfolgt werden. Zu Beginn des Kochprozesses können sind noch recht lange Stücke nachgewiesen nachweisbar, aber nach 5 Minuten sind sie bereits zu klein, um noch genetische Information zu enthalten. Nach 10 Minuten sind in der Regel nur noch die Grundbausteine der DNA vorhanden; diese können durch PCR nicht mehr nachgewiesen werden. Keine Chance für die DNA im Verdauungstrakt DNA zu essen ist unbedenklich Weil immer ein kleiner Anteil der mit der Nahrung aufgenommenen Zellen intakt bleibt, gibt es auch DNA Stränge, die den Verdauungstrakt unbeschadet passieren und ausgeschieden werden. Obwohl grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden kann, dass mit der Nahrung zugeführte DNA Fragmente auch von den Darmbakterien aufgenommen werden, konnte dies bisher nur unter künstlichen Laborbedingungen nachgewiesen werden. Haben Sie Ihren Urlaub in den USA verbracht? Dann ist die Chance gross, dass Sie in dieser Zeit GVO-Lebensmittel genossen haben. Rund 70% der verarbeiteten Lebensmittel in den USA enthalten oder sind GVO, ohne dass dies vom amerikanischen Gesetz her deklariert werden muss. |
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