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Dank gentechnisch erzeugten Glyphosat-toleranten (Roundup-ready) Sojasorten ist der Einsatz von problematischen Herbiziden im Sojaanbau seit 1995 rückläufig. Die Sojabohne ist wegen ihres hohen Gehaltes an Eiweissen und Ölen eine der bedeutendsten Kulturpflanzen der Welt. Die derzeitige Jahresernte beträgt weltweit rund 130 Millionen Tonnen. Sowohl als Tierfutter wie auch als Lebensmittel wird sie auf vielfältige Weise genutzt. Sojabestandteile - insbesondere Lecithin - sind in bis zu 30'000 verschiedenen Nahrungsmitteln enthalten.
Die grössten Probleme beim Sojaanbau stellen verschiedene, hartnäckige Unkräuter dar, die der Bauer bislang nur durch das Spritzen von grossen Mengen mehrerer Unkrautvertilgungsmittel (Herbizide) in Schach zu halten vermochte. In den USA, einem der wichtigsten Soja-Exporteure, werden mehr als 95% der Anbaufläche mit Herbiziden behandelt. Herbizide gelangen entweder vor dem Keimen der Sojapflanzen zum Einsatz (Vorauflaufverfahren), oder wenn diese bereits am wachsen sind (Nachauflaufverfahren). Beim Vorauflaufverfahren muss die Behandlung vorrätig und ohne genaue Kenntnis des effektiven Unkrautvorkommens durchgeführt werden. Deshalb wäre ein Nachauflaufverfahren wünschenswert. Dessen Erfolg hängt jedoch stark vom Anwendungszeitpunkt und den Witterungsbedingungen ab. Bei unsachgemässer Anwendung kann es zu Schäden an der Sojakultur kommen. Mit Hilfe der Gentechnik ist es vor einigen Jahren gelungen, eine Sojabohnensorte gegen das Spritzmittel Roundup mit dem Wirkstoff Glyphosat, einem breit wirkenden Unkrautvertilgungsmittel, widerstandsfähig zu machen. Seit 1996 werden diese so genannten "Roundup-Ready" Sojasorten angebaut, im Jahr 1999 auf insgesamt mehr als 20 Millionen Hektaren. In den USA wurde im Jahr 2000 mehr als die Hälfte der Sojaanbaufläche mit "Roundup-Ready" Sorten bestellt. Als Folge ist dort die eingesetzte Herbizidmenge rückläufig, denn Roundup kann nun gezielt und sparsam im Nachauflaufverfahren eingesetzt werden (Abbildung 1). Dies geschieht auf Kosten von bisher verwendeten, weniger vorteilhaften Spritzmitteln, gegen die bereits eine grosse Zahl von Problemunkräutern resistent geworden sind (Abbildung 2). Fünf Jahre Erfahrungen mit gentechnisch verbesserten Sorten zeigen also: mit "Roundup-Ready" Soja verfügt der Sojaproduzent über ein sinnvolles zusätzliches Anbauverfahren für die nachhaltige Unkrautregulierung. |
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